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Zahl der IV-Rentner hat sich verdoppelt

Neuste Statistiken bringen bemerkenswerte Einblicke in die Invalidenversicherung. Zum Beispiel: 40 Prozent der Bezüger sind aus psychischen Gründen bei der IV.

Männer über 50 sind die grösste Bezüger-Gruppe. Personen mit tiefem Ausbildungsniveau haben tendenziell ein höheres «IV-Risiko» als Gutausgebildete. Viele Bezüger wurden aus psychologischen Gründen «berentet».

Wie aus den IV-Statistiken hervorgeht, verdoppelte sich die Zahl der IV-Renten von 135'500 im Jahr 1985 auf 298'700 im Jahr 2006. Wegen verschiedener Sparmassnahmen sank sie bis Anfang 2008 wieder auf 294'000.

Die Wahrscheinlichkeit, eine IV-Rente zu beziehen, stieg 1992 bis 2007 von 3,2 auf 5,3 Prozent. Alle Bezüger von IV-Leistungen (also auch von Eingliederungsmassnahmen und dergleichen) zusammengenommen, kam man 2007 auf 490'000 Personen. Das sind rund 50'000 mehr als vor zehn Jahren.

Drei von vier Renten sind Vollrenten

Von den IV-Rentenbezügern lebten 2008 252'000 oder 86 Prozent in der Schweiz, 14 Prozent im Ausland. Drei Viertel davon erhielten ganze Renten (im Monat knapp 1800 Franken), die zugesprochen werden, wenn der Bezüger einen Erwerbsverlust von mindestens 70 Prozent erlitten hat.

54 Prozent aller IV-Rentner in der Schweiz sind Männer. Deren Wahrscheinlichkeit, eine Rente zu beziehen, lag gesamthaft um einen Fünftel höher als jene der Frauen. Kurz vor der Pensionierung bezogen knapp 18 Prozent der Männer, aber nur 12 Prozent der Frauen eine IV-Rente.

In den letzten 10 Jahren ist besonders der Anteil der wegen psychischer Erkrankungen «berenteten» Personen stark gewachsen - von 30 auf knapp 40 Prozent aller Bezüger. Auch die meisten Neurentenbezüger werden wegen «psychischen Gebrechen» berentet.

Ein Drittel sind Ausländer

Rund ein Drittel der IV-Bezüger sind Ausländer. 2007 waren 28 Prozent Staatsangehörige Italiens, der Nachfolgestaaten Jugoslawiens (8 Prozent), Portugals, Spaniens und der Türkei.

Den relativ hohen IV-Rentneranteil vor allem von Personen aus dem früheren Jugoslawien erklärte der Bundesrat in der Antwort auf eine Interpellation in erster Linie mit der Tatsache, dass diese Personen überwiegend in unqualifizierten Jobs und auf dem Bau tätig sind. Sie hätten ein bis fünf Mal höheres Invaliditätsrisiko als Personen mit hohem Schulabschluss und Büro-Jobs.

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